Kategorie: Clemens-August von Droste



An: Clemens-August von Droste, aus: Bökendorf
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1819 18.September

Du schreibst mir, ich soll im Oktober herüberkommen; da ich mich aber so durchaus wohl befinde und die hiesigen Ärzte behaupten, dass gerade die Bergluft dasjenige wäre, wovon ich auf Dauer meine völlige Genesung erwarten müsste, so wollen die Großeltern noch nichts von Abreisen hören. Was mich anbelangt, so tue ich das, was Ihr über mich beschließt, auf jeden Fall mit Freuden. Ich will nicht leugnen, dass ich sehr gern mal wieder bei Euch wäre, aber doch kann ich versichern, dass ich, sooft ich an Euch denke, doch nicht eigentlich das Heimweh habe, wie die Frau von Korff meinte; freilich bleibt einem das väterliche Haus natürlich immer das liebste, und es ist eine außerordentliche Freude, wenn man in einer fremden Gegend… Weiterlesen »