Mit Arno habe ich nicht geschrieben, weil ich gerade nach Plittersdorf geholt wurde, wo ich die Mertens sehr leidend antraf, es waren aber nur Krämpfe, und so konnte ich nach drei Tagen wieder hieher gehen. Sie brachte mich sogar selbst zurück, obgleich sie in den Tagen, die ich bei ihr war, mehrere Male vor Schmerzen ohnmächtig wurde; sie ist übrigens im ganzen ziemlich gesund jetzt; dies war nur so ein einzelner Anfall, sonst kann sie gewaltig viel vertragen und ist so gut zu Fuße, dass ich mich darüber wundern muss — sie läuft von Plittersdorf nach Bonn und wieder zurück in einem Tage, und dabei den ganzen Tag auf den Straßen umher.
Mit Tony glaubt sie ganz prächtig fertig geworden zu sein, sie hat rechten Nutzen von ihrem Aufenthalt zu Plittersdorf gehabt. Der Herr Mertens hat sich so gut mit ihr unterhalten können, dass er diese Zeit über nicht halb so viel an Langweile und folglich übler Laune gelitten hat als sonst. Dieses ist auch wohl der Grund, warum sie so wenig empressiert gewesen ist, Tony weiter zu schaffen, obgleich sie das nicht gerade eingestehen will.
Bonn, 14. Oktober 1830
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Aufgetakelt in Bonn Ich habe mich bei einem Friseur abonniert, und so würdest Du das Vergnügen haben, mich immer à la derniere mode aufgetakelt zu sehn. Das ist nun schon gut, bequem und auch gar nicht teuer, aber wie man mir zusetzt Kleider zu kaufen, das kannst Du Dir gar nicht denken. Es macht mich höchst unglücklich. [...]...
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