Schlagwort: Eisenbahn



An: Elise Rüdiger, aus: Meersburg
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1847 16.Februar

Ich machte mich in der letzten Zeit stärker als ich war, um Paulinens Widerstand zu besiegen, die mich nicht begleiten konnte (weil ihr ein junges Mädchen in den Ferien anvertraut war) und mich mit großer Liebe und Sorge entließ; sie hatte alles getan, mir die Reise zu erleichtern, mir alle Karten für Dampfboote und Eisenbahnen, sogar für den Omnibus bis Freiburg verschafft (diese Anstalten stehn miteinander in Berechnung) und zugleich ein Empfehlungsschreiben vom Direktor der Kölnischen Dampfschiffahrt, was an sämtliche Wagen- und Schiffkondukteure gerichtet, ihnen jede Rücksicht für mich auf die Seele band, so bin ich übergekommen fast so bequem wie in meinem Bette (d. h. bis Freiburg) — die Herrn Kondukteure führten mich… Weiterlesen »

An: Johanna Hassenpflug, aus: Rüschhaus
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1845 27.April

Deine Zeilen, meine liebste Hanne, haben mich sehr gefreut, als Nachricht von Dir, als Zeichen Deines Andenkens und endlich als Beweis der Dir so eignen großen Freundlichkeit, mit der Du jedem gern nur Angenehmes und Liebes mitteilst. Mama und ich haben, nach Empfang derselben, den Abend in Gedanken mit Dir zugebracht, d.h. nicht Deinen wirklichen Kasseler Abend, sondern einen Rüschhausischen, wie wir deren mit Dir so vergnügt durchlebt. Wann sieht mein schwarzer Kanapee Dich mal wieder? Er ist vor Kummer und Sehnsucht so grau geworden, dass wir ihn haben müssen renovieren lassen, aber schwarz ist er wieder geworden, wie denn überhaupt Rüschhaus einer der unveränderlichsten Orte ist, und wo man den Flug der Zeit am wenigsten gewahr… Weiterlesen »

An: Jenny von Laßberg, aus: Rüschhaus
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1844 20.September

Unsere Reise ist sehr gut und schnell vonstatten gegangen, obwohl sie etwas fatal anfing. Von Mamas Medizingläschen hatte sich nämlich der Pfropfen losgerüttelt, und wir merkten erst an dem Gestank von Assa foetida, dass es zum Teil in Mamas Körbchen und noch mehr in Settchens Mantel ausgelaufen war. Das Fläschelchen wurde zum Wagen hinausgeworfen, das Körbchen war weit von unseren Nasen untergebracht, dennoch wurde Settchen nach einiger Zeit ganz übel, und sie musste sich mehrere Stunden lang von Zeit zu Zeit zum Wagen hinaus übergeben, bis sie den Mantel abnahm, unter ihr Sitzpolster legte und sich in meinem roten Pelzmantel auf den Bock setzte, wo ihr dann bald besser wurde, und es ist dies das einzige uns auf der Reise… Weiterlesen »