Briefe zum Schlagwort Elise-Rüdiger
Jetzt müssen Sie doch wohl wieder zu Hause sein. Ich bin richtig hier geblieben, im strengsten Inkognito, was auch höchst nötig war, denn ich bin schändlich krank geworden. Vorher hatte ich nicht Zeit dazu, aber jetzt habe ich ein ganzes Jahr voll Kummer, Sorge und Ärger nachzahlen müssen. Zudem war mein Homöopath verreist, ist erst vor einigen Tagen rückgekehrt, und ich habe mich solange allein durchgebissen - ganz heimlich, besonders vor den Hülshoffern, um den Klövekorns, Wörlitzens et cet. zu entgehn. Schade, dass der Bönninghausen eine Frau hat, er würde mich sonst gewiss nehmen, wenn nur ein Funken Dankbarkeit und Edelmut in ihm ist. Jetzt aber wird niemand nehmen und hat genommen als ich - nämlich vorgestern das erste Pülverchen, und die Beklemmungen haben danach schon so bedeutend nachgelassen, dass ich heute unternehme, Ihnen zu schreiben.
Aber was? Das mögen die Götter voraus wissen, aber ich nicht; hier ist der Welt Ende, und ich werde von dem, was weiter als 1000 Schritte von meinem Kanapee passiert, nicht mehr gewahr, wie die Heroen im Elisium von der Oberwelt. …
Von meiner lieben Mama habe ich vor einigen Tagen die ersten Zeilen erhalten; nur wenige, denn sie hatte gerade ihr Herzklopfen gehabt, aber mir doch ganz beruhigende, da sie glücklich übergekommen und, wie mir scheint, sehr kregel und mit allem in Meersburg aufgeschickt ist. Doch das ist sie ja immer! Jenny hat nicht nur das Glück, entschieden ihr Lieblingskind zu sein, sondern auch die kleinen Mädchen gehen ihr bei den Hülshoffer Enkeln weit, weit vor! Es ist natürlich, sie kann dort miterziehen und sich an der Entwicklung kleiner Talente freuen, die bei den Hülshoffern entweder nicht vorhanden oder wenigstens ganz außer ihrem Bereiche sind.
Laßbergs waren bei ihrer Ankunft nicht in Meersburg, sondern im Bade zu Überlingen. Wir wussten dies voraus. Jenny hatte es geschrieben, aber Mama mochte ihre Reise deshalb nicht aufschieben, da einmal alles gepackt und auf dem Sprunge war; so hat es in Überlingen (was auf dem Wege liegt) eine Überraschung gegeben, halb freudig, halb auch nicht, da die gute Jenny sehr betrübt über mein Ausbleiben gewesen ist. Sie hat mir so herzlich und wirklich bekümmert darüber geschrieben, dass ich ganz in Reue zerfließen würde, träte mein Befinden nicht zu siegreich dagegen auf, aber nun danke ich Gott, dass ich hier bin.
Mein Mütterchen hat bis Freiburg auch nicht die mindeste Ermüdung von der Reise gespürt, wodurch ihr der Kamm so gewachsen ist, dass sie den Hauderer an den Nagel gehängt und, um schneller überzukommen, sich der Schnellpost anvertraut hat; den Tag durchgefahren bis nachts 12 Uhr; dann bis drei in einer Passagierstube gesessen, die voll rauchender Herren gewesen ist; und endlich doch angeführt, denn in Stockach blieb die Post am hellen Tage liegen, und Mama nahm, um doch wenigstens ein verkümmertes Röschen von diesem Dornenstrauch zu brechen, Extrapost, und erreichte so wirklich ihren Zweck; aber sehr degoutiert und todmüde.
Laßbergen hat sie sehr wohl aussehend gefunden, Jenny aber an einem hartnäckigen Husten leidend, mit handgroßer spanischer Fliege auf der Brust, doch gottlob bereits auf der Besserung, doch noch elend aussehend. Sie ist mitgefahren nach Meersburg auf einige Stunden, solange der Postillon sich ausruhte, dann aber nach Überlingen zurück, und Mama hat zehn Tage lang das alte Schloss allein beherrscht; ich glaube zu ihrem großen Behagen, da ihr vorerst Ruhe das Nötigste und das Wiedersehn einiger geschätzen Bekannten sehr erwünscht war, und Laßbergs quecksilberne Natur hätte sie zu beidem so bald nicht kommen lassen.
Jetzt sind alle wieder beisammen, Jenny ordentlich unter Arztes Händen und daher auch wohler. Sie und Ihre liebe Reisegesellschaft wurden noch immer erwartet, obwohl mit sehr abnehmender Hoffnung. Ich hatte es mir wohl gedacht, dass Sie nicht hingehen würden, Sie hatten so keinen Appetit dazu. Nun! Da ich nicht dort bin, ist’s mir ziemlich einerlei, wiewohl ich Laßbergs doch die Freude gegönnt hätte.
Meines Bruders Fuß ist besser, aber erst nach einer harten Kur mit immer neu aufgelegten und wieder abgerissenen Fliegenpflastern über das ganze Bein, ein dreiwöchiger Lazaruszustand ohne Schlaf mit höchster Nervenüberreizung; aber, wie man behauptet, eine Radikalkur! Gott gebe es! Bis jetzt geht er noch am Stocke - freilich, ein gutes Avancement vom festen Bettliegen, aber doch noch lange keine Heilung!
Lieb Herz! Es lautet schändlich Ihnen gegenüber, aber ich werde wahrlich aufhören müssen zu schreiben aus Mangel an Stoff. Sie können sich die Tiefe meiner Verschollenheit gar nicht denken! Kein Brief (der von Mama der einzige), kein neues Buch, keine Zeitung, kein Besuch, auch keine mündliche Nachrichten, da ich die Bückersche nirgends hinschicke und, was Hülshoff anbelangt, so habe ich Werner noch zuletzt meiner Mutter leise sagen hören: “Man muss ihr mal ganz ihren Willen lassen - die allertiefste Einsamkeit - das ist eine fixe Idee - da lässt sich nichts dagegen machen, sie wird es schon bald müde werden und zu uns kommen!” Da hat er freilich nebenhergeschossen, meine Einsamkeit ist mir täglich lieber; aber Wort gehalten hat er, Hülshoff ist für mich wie gar nicht vorhanden, und leitete ich mir nicht durch Nebenquellen Nachrichten von seinem und der Seinigen Befinden zu, so könnten dort Mirakel geschehen, ohne dass ich es gewahr würde.
Vorgestern schickte ich Hermann mit Mamas Brief hin, schrieb auch einige unbefangene Zeilen dazu, und es hat mich sehr gerührt, wie er ihm durchs Fenster entgegengerufen hat: “Hermann, hieher! Will meine Schwester kommen? Wann soll ich sie abholen?” Es ist ein gutes Blut! Ach, ich werde nicht mehr so gar lange zögern dürfen! Ich werde in den greulichen Kinderlärm, in den jetzt endlosen Besuchstrain hinein müssen, wenn ich ihn nicht mehr kränken will, als ich vor meinem Gewissen verantworten kann! Aber jetzt mag ich noch nicht, ich muss erst ganz wiederhergestellt sein, d. h. bis auf den Punkt, über den ich wohl leider nie mehr hinauskomme.
Und es ist noch so schön hier! Wenn die rote Sonnenkugel in den Eichen steht, denken Sie daran? Ich liege jetzt jeden Nachmittag auf der Harfe (morgens steht die Sonne auf der Treppe), lese eine Menge älterer Bücher, Geschichtswerke, lateinische Klassiker, die sich seit zwanzig Jahren in dem unzugänglichen Schrank über dem Flügel braun und gelb geärgert haben; und es ist mir noch nie so klar geworden, wie die Menschen sich zu allen Zeiten so gleich gewesen sind, und namentlich die Verschiedenheit der Stände schon vor 1800 - 2000 Jahren ganz dieselben Ansichten und Gesinnungen mit sich geführt hat. Ich bin jetzt eben in dem vertrauten Briefwechsel Ciceros - welche Moquerie! welche durchtriebenen Intrigen! und welche ungemeine Höflichkeit und Feinheit des Takts! Und welches scharmante Entgegenkommen und gegenseitige heimliche Verachtung der Geld- und Geburtsaristokratie! Sie dürfen nur das Alleräußerlichste und Nichtsbedeutendste ändern - statt Toga “Frack” - statt Senat “Parlament” - statt Sklaven “Domestiken” setzen, und Sie haben (soweit es den herrschenden Ton anbetrifft) Memoiren aus jeder beliebigen überfeinerten, verderbten Zeit. Man muss sich erst hineinlesen und allerdings die Kenntnis einer Anzahl kleinerer Beziehungen (gesetzliche und gebräuchliche) zu eigen machen, aber sobald man vollkommen au fait ist, gibt es kaum eine anziehendere Lektüre.
Mag ich nicht mehr lesen, so zeichne ich, d. h. ordentlich, ausgearbeitet, obwohl freilich noch fehlerhaft genug, aber doch mitunter Skizzen, die mir selbst Spaß machen. So gehen die wenigen Stunden, wo ich etwas unternehmen kann, pfeilschnell hin, und in den übrigen muss mir natürlich Ruhe und Alleinsein doppelt lieb sein. Sähe ich dieser Lebensweise, die mich so zufrieden macht, wie es bei entschiedenem Übelbefinden irgend möglich ist, Dauer an, so würde ich mir durch Einschreiben in die Leihbibliothek noch eine große Ressource eröffnen, käme vielleicht, wenn die begonnene Besserung fortschreitet, bald wieder dahin, selbst etwas schreiben zu können, aber - wozu Luftschlösser bauen! Vielleicht ist mein nächster Brief schon von Hülshoff!
Bitte, lieb Lies, teilen Sie niemanden diesen Brief mit! Fürs erste ist es ja ein Geheimnis, dass ich hier bin, und dann auch um meines Bruders willen, der mir sein Haus so freundlich öffnet und es nicht um mich verdient, wie ich es noch in der Welt umherschreibe, wie ich lieber hier bin. …
Wissen Sie wohl, lieb Herz, dass ich bereits viel, viel zu lange geschrieben habe? und mir die Brust geht wie ein kochender Topf? Das Lies verführt mich immer zu Ausschweifungen. Ich will nur ein paar Worte schreiben, aber es wird immer ein langer Brief. Wären Sie hier, da hätte ich es wohlfeiler! NB. was meinen Sie, wenn ich mich im Frühjahr wieder hieher machte, und Sie kämen dann zweisiedeln? Es ist ein köstlicher Gedanke und, wie mich dünkt, ganz ausführbar, wenn Sie es nur jetzt schon darauf anlegen. Antworten Sie mir doch hierauf, dann baue ich auch schon den Winter durch vor. Adieu! 1000 Küsse für Sie, und einen schönen Gruß für Rüdiger! Ihre treue Nette
Rüschhaus, 30. Juli 1846
Sie wissen, Lies, ein bißchen miserabel bin ich immer, sticht’s mich hier nicht, so kneipt’s mich dort, z. B. jetzt seit drei Wochen im Ohr, macht einen Lärm wie drei Pulke Kosaken und mich nebenbei so dumm, dass man Mauern mit mir einrennen könnte. Wahrhaftig, Lies, Sie würden mich nicht wiedererkennen - ein kompletter Wechselbalg! Stocktaub auf einem Ohre, und hat man mir endlich das Nötigste eingeschrieen, so begreife ich es noch nicht mal, weil mir immer wie unter dem Schaffhauser Wasserfalle ist. Man sagt, die Geschwulst werde nun bald durchgehn, proficiat! Mag sie’s tun, heimlich oder öffentlich, ich werde ihr keinen Steckbrief nachschicken! …
Ich war aber auch übel daran. Krank und voll Herzensangst, denn Werner war von einem Hunde gebissen, den man für toll hielt, und von unserm Heinrich war die Nachricht aus München gekommen, dass er so schwer am Schleimfieber erkrankt sei, dass man ihn habe ins Hospital bringen müssen. Das war doch wohl genug um einen so kranken Kopf wie den meinigen total konfus zu machen! Acht Tage lebten wir so in der Angstschwebe, dann kamen von allen Seiten Erleichterungen, einige Zeilen vom Heinrich selbst, der zwar noch im Hospital, aber bedeutend besser ist. Auch der famose Hund wurde endlich eingefangen und ist gottlob nur ein ordinärer bissiger Köter; am selben Tage wurde auch die Geschwulst in meinem Ohr entdeckt, mir zum großen Trost, denn bis dahin glaubte ich an ein Kopfübel und phantasierte von Schlagfluß und Verrücktwerden. Und wie denn Gutes wie Schlimmes immer zu Haufen kömmt, so segelte am selben Tage ihr liebes liebes Briefchen mit seiner niedlichen Fracht ein, spät und einsam. … mein Lies, wie wohl tun sie mir durch Ihre Briefe! Das ist die rechte und in diesem Regenwinter einzige Abendröte, die zuweilen in mein Stübchen fällt, das über Tag jetzt gar nicht heimlich, sondern recht düster und grau ist, abends dagegen, beim Ofengeflacker und Lampenlicht, wieder so wohnlich, dass ich meine, Sie könnten nirgends besser sitzen, und auch nirgends lieber. Ach! kommen Sie nur bald, bestes Herz! Ich freue mich nicht allein so ungemein darauf, sondern auch Mama von ganzem Herzen, und ist schon jetzt daran, alle andern uns annoncierten Besuche durch Briefe, bongré malgré, in den Februar und März hinein zu nötigen, damit schöner langer freier Raum für Sie bleibe. Auch den Reiseplan hat sie mit einer Art Begeisterung ergriffen und ist sehr angenehm gespannt auf die Bekanntschaft Ihrer lieben Mutter! Ich verspreche mir himmlische Freuden von dieser Reise, aber die Hauptsache ist und bleibt mir doch immer Ihr Aufenthalt hier.
Kommen Sie nur recht zeitig, Mama rechnet auf ein langes Stück Besuch, deshalb messen Sie mit der möglichst längsten Elle, die Münsterschen Freunde werden doch nur zu viel herunterzwicken …
Rüschhaus, 26. Januar 1846
Ich bin jetzt wieder homöopathisch, der fatale Knoten hat sich fast ganz verloren, aber dafür ist mir seit 14 Tagen das Ohr fast ganz zugeschwollen, es braust mir darin wie ein Mühlenwehr, und ich begreife jetzt wohl, weshalb taube Leute gewöhnlich so einfältig sind, ich bin auch halb simpel. Sonst bin ich diesen Winter ungewöhnlich wohl und habe gar keinen Husten. …
Meine gute Rüdiger schreibt fleißig, ist aber mitsamt ihrem Manne sehr mißvergnügt in Minden, und sie arbeiten aus allen Kräften, von dort wegzukommen. Ihr Haus beschreibt sie düster und melancholisch, wie einen Kerker. Es ist dasselbe, was der Erzbischof bewohnt hat, und sie meint, jetzt bedauere sie den armen Mann erst recht und fühle seine Hypochondrie ordentlich mit. Ich bekam gestern noch einen Brief von ihr, wo sie eben von einem ganz kurzen Ausflug nach Berlin rückgekehrt war. Sie hat dort Grimms besucht, die sie äußerst freundlich empfangen und sich sehr herzlich nach uns allen erkundigt haben.
Auch Bettinen hat sie aufgesucht, die fast den ganzen Besuch über nichts getan hat als schimpfen, auf die Katholiken, die Westfalen und besonders den westfälischen Adel. Als die Rüdiger das nicht so geduldig hingenommen, sondern ihr tüchtig darauf gedient hat, hat sie endlich abgebrochen und angefangen zu prahlen, dass die Lichtfreunde sich so viele Mühe gegeben, sie an ihrer Spitze zu bekommen, sie wolle aber nicht et cet. Kurz, sie muss sich nicht besonders liebenswürdig gemacht haben. …
(Am Rande:)
Adele sitzt noch immer in Rom und schreibt ein Buch nach dem andern, aber keine Briefe, wenigstens mir keinen, und ich kann noch immer ihre Adresse nicht bekommen. Schückings Frau erwartet ihre zweite Niederkunft. Junkmann ist in Bonn und soll jetzt ganz gesund sein.
Rüschhaus, 19. Januar 1846
Heute muss ich diesen Brief schließen, wenn er noch zur rechten Zeit kommen soll. Ich trenne mich ordentlich schwer von ihm, denn Sie sind mir fast wie gegenwärtig wenn ich so zu Ihnen rede. Ich las neulich von einer Erfindung, die man noch zu vervollkommnen und zum Besten der Politik auszubeuten hofft; nämlich durch eine wenig kostbare Vorrichtung von drahtdünnen Röhrchen unter der Erde den Schall auf große Wegstrecken so fortzupflanzen, dass man z.B. in Minden nur sprechen und ein anderer in Münster das Ohr anlegen darf. Ich denke mir, diese Einrichtungen würden dann Regale, und man förmlich auf Billets nach vorläufiger Bestellung zu Unterredungen zugelassen. Ach Gott, Lies, was würden wir da manchen halben Gulden totschlagen! …
Es ist aber auch was Betrübtes! Die Zeit vermag zwar viel, aber was sie nicht hat, kann sie doch nicht geben! Ich fühle, dass mit Ihnen mein halbes Herz und alle meine liebsten Stunden dahin sind. Adieu, Lies, bleiben Sie mir nur recht treu, ich denke täglich an Sie, oft ganze Stunden in einem Stücke, wenn ich abends auf meinem Kanapee dusele, dann möchte ich Ihnen dieses, dann jenes erzählen und endlich bitterlich weinen, dass Sie nicht da sind.
Rüschhaus, 14. November 1845
Ich werde diesen Winter sehr einsam verleben. In meinem Alter nimmt die Lust, neue Bekanntschaften zu machen (und Du weißt, diese war bei mir nie groß), gewaltig ab, und mein früherer Zirkel ist gänzlich aufgelöst, auseinander gestäubt wie ein Haufen Flaumfedern. Die gute Rüdiger war mir noch zuletzt geblieben, ist aber seit vierzehn Tagen auch fort, nach Minden, wohin ihr Mann mit gleichem Range, aber einer Gehaltsverbesserung versetzt ist. Die Einsamkeit wird mich nun zwar eben nicht genieren (Du weißt, sie ist eigentlich meine Liebhaberei), aber doch vermisse ich einige der alten Bekannten sehr ungern, namentlich eben die Rüdiger, eine Frau, auf die ich mich in jeder Beziehung verlassen, und immer ihrer wärmsten Teilnahme gewiss sein konnte. Doch Du kennst sie ja, und sie hat Dir, wenn mir recht ist, auch wohl gefallen.
Von Adelen weiß ich nur, dass sie noch fortwährend in Rom bei der Mertens und ihre Gesundheit jetzt leidlich sein soll. Mit ihrem Privatvermögen mag es schlimm genug aussehn, doch muss sie durch ihre Pension vom Weimarischen Hofe (300 Reichstaler) immer vor eigentlicher Not gesichert bleiben, freilich ein schmales Einkommen! aber ein einzelnes Frauenzimmer, der schon ihr Alter Zurückgezogenheit als das Passendste vorschreibt, kann sich doch damit einrichten, dass kein eigentlicher Mangel fühlbar wird.
Rüschhaus, 27. Oktober 1845





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