Schlagwort: Lesebibliothek



An: Anna von Haxthausen, aus: Hülshoff
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1819 4.Februar

Ich wollte neulich eine Novelle schreiben und hatte den Plan schon ganz fertig. Meine Heldin trug schon zu Anfang der Geschichte den Tod und die Schwindsucht in sich und löschte so nach und nach aus. Dies ist eine gute Art, die Leute tot zu kriegen, ohne dass sie brauchen den Hals zu brechen oder an unglücklicher Liebe umkommen. Aber da bringt mir das Unglück aus der Lesebibliothek 4 Geschichten nach der Reihe in die Hand, wo in jeder die Heldin eine solche zarte, überspannte Zehrungsperson ist. Das ist zuviel; ich habe in meinem Leben nicht gerne das Dutzend voll gemacht, in keiner Hinsicht; also habe ich meinen lieben, schön durchgearbeiteten Plan aufgegeben, mit großem Leid, und muss nun einen neuen machen, von dem ich noch nicht… Weiterlesen »