Schlagwort: Schwindsucht



An: Clemens von Bönninghausen, aus: Rüschhaus
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1829 6.November

5a. Zuweilen Stiche im Kopfe. 7. öftere Röte und Hitze einer Wange, gewöhnlich der Rechten. 8. Schielen. 13. Knacken der Kinnladen beim Essen. 14. Empfindlichkeit der Zähne gegen Wärme. 16. Wundheit des Gaumens. 17. Zuweilen Kitzel in der Kehle, wobei sich die Beklemmung und der Reiz zum Aufstoßen vermindert. 21. Ein unaufhörlicher Drang zum leeren Aufstoßen, welches aber, wenn ich ihm nachgebe, das Übel verschlimmert, so dass es nun unaufhörlich vor dem Halse liegt und den Atem benimmt. 21. Zuweilen Aufschwulken der genossenen Speisen, bald sauer, bald süßlich, bald geschmacklos. 23. Etwas Druck auf der Herzgrube, und überall das unangenehme überladene Gefühl, wie von verdorbenem Magen. 23. Wiederum einen… Weiterlesen »

An: Anton M. Sprickmann, aus: Hülshoff
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1819 8.Februar

Was mein damals angefangenes Trauerspiel anbelangt, so habe ich es noch fortgesetzt bis zum dritten Akt, dann blieb es liegen, und jetzt wird es auch wohl ferner liegen bleiben. Es enthält zwar mitunter ganz gute Stellen, aber der Stoff ist übel gewählt, hätte ich es in damaliger Zeit fertig gemacht, wo ich dieses noch nicht einsah, sondern mir im Gegenteil diese Idee sehr lieb und begeisternd war, so war es wohl so übel nicht geworden, aber es ist ein entsetzlicher Gedanke einen Stoff zu bearbeiten, für den ich nicht die mindeste Liebe mehr habe, es ist mir leid, ich wollte, dass ich es damahls fertiggemacht hätte. Außerdem habe ich in dieser Zeit nichts Bedeutendes aufzuweisen außer einer Anzahl Gedichte, wovon verschiedene… Weiterlesen »

An: Anna von Haxthausen, aus: Hülshoff
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1819 4.Februar

Ich wollte neulich eine Novelle schreiben und hatte den Plan schon ganz fertig. Meine Heldin trug schon zu Anfang der Geschichte den Tod und die Schwindsucht in sich und löschte so nach und nach aus. Dies ist eine gute Art, die Leute tot zu kriegen, ohne dass sie brauchen den Hals zu brechen oder an unglücklicher Liebe umkommen. Aber da bringt mir das Unglück aus der Lesebibliothek 4 Geschichten nach der Reihe in die Hand, wo in jeder die Heldin eine solche zarte, überspannte Zehrungsperson ist. Das ist zuviel; ich habe in meinem Leben nicht gerne das Dutzend voll gemacht, in keiner Hinsicht; also habe ich meinen lieben, schön durchgearbeiteten Plan aufgegeben, mit großem Leid, und muss nun einen neuen machen, von dem ich noch nicht… Weiterlesen »