Schlagwort: Sonderbund



An: Therese von Droste, aus: Meersburg
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1848 27.Februar

Wie froh bin ich, Dir mal wieder selbst schreiben zu können, mein lieb Mütterchen, und zwar nur Gutes. Wir sind zwar alle krank gewesen, aber auch alle glücklich entwischt. Mit Laßberg hielt es etwas lange an, sein Winterhusten hatte sich ungewöhnlich stark eingestellt, weil er im vorigen Sommer die Badekur versäumt, und nun kam die Grippe dazu und zog sich so in die Länge, dass er am Ende recht schwach dabei wurde. Seit 14 Tagen ist aber alles vorüber, und seine Kräfte nehmen noch rascher zu als sie abgenommen, so dass ich ihn jeden Tag wenigstens um ein halbes Jahr jünger geworden finde. Jenny, die Kinder, Tony, Hohbach, Obsers Annchen, alle die Grippe! Von den Kindern Gundel am stärksten, doch haben sich beide nachher… Weiterlesen »

An: Therese von Droste, aus: Meersburg
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1847 8.November

Meine liebste Mama! Ich muss Dir doch auch ein klein wenig schreiben, um Dir selbst zu sagen, dass ich mich fast in jeder Beziehung sehr viel besser befinde. Wenn ich ganz still sitze und mich auch sonst nicht anstrenge, könnte ich mich jetzt mitunter, ein wenig Bewegung abgerechnet, für ganz gesund halten. Ich schlafe gut, esse mit Appetit, habe gar keine Schmerzen und komme mir auch, wenn ich still sitze, gar nicht kraftlos vor. Nur mit dem Gehen ist’s noch nicht besser, das wird sich aber hoffentlich mit dem nächsten Frühling geben. Es ist schon viel, dass mir das Äquinoktium dieses Mal nicht geschadet hat, und dass ich jetzt, beim Eingange des Winters, wohler bin als im Sommer. Ängstige Dich deshalb meinetwegen nicht, mein… Weiterlesen »