Schlagwort: Arbeitslosigkeit



An: Levin Schücking, aus: Meersburg
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1842 13.Juni

Vorgestern habe ich Deinen Brief erhalten, mein gutes Herz, und heute sitze ich schon wieder hinter der Feder, und zwar auch einmal „in flüchtigster Hingeschmissenheit“, damit mein Brief womöglich noch vor oder mindestens zugleich mit demjenigen anlangt, den Dir Laßberg schreiben wird. Dieser hat nämlich soeben einen Brief vom alten Hug aus Freiburg erhalten des Inhalts, dass ihm eine Anfrage vom Regierungsdirektor von Recke (in Freiburg) geschehn hinsichtlich der moralischen und politischen Richtung des Levin Schücking, dem man, im Falle man hierüber gleich sichre und günstige Zeugnisse zu erhalten vermöge, als man bereits über andre erwünschte Eigenschaften eingeholt, die Redaktion der „Freiburger Zeitung“ anzubieten gedenke…. Weiterlesen »

An: Henriette von Hohenhausen, aus: Rüschhaus
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1840 14.Januar

Schücking ist auch noch unversorgt und strengt sich übermäßig an, um zugleich seinen Erwerbszweigen (Sprachunterricht und literarische Arbeiten) und den nötigen Studien für sein ferneres Fortkommen genugzutun. Er sieht elend aus, klagt aber nicht. Sein Verhältnis zur Bornstedt hat übrigens nicht die von Ihnen befürchtete Richtung genommen, vielmehr ist die Rosenfarbe daran immer mehr verblichen und jetzt ein so trocknes freundschaftliches Verhältnis daraus geworden, als man es zu beider Besten nur wünschen kann. … Von meinem hiesigen Leben kann ich Ihnen wenig sagen, Sie sehen einen Tag, damit haben Sie alle gesehn. Ich schreibe, lese, was mir die Güte meiner Freunde zukommen läßt, stricke ein klein, klein wenig (abends)… Weiterlesen »

An: Elise Rüdiger, aus: Abbenburg
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1839 1.September

Was sagen Sie dazu, dass ich Ihrem Manne schreibe? So geht’s, Elise, wenn man zu arglos ist! Sie tun Ihre frommen Augen lange nicht weit genug auf. Warum lassen Sie so gefährliche junge Personen in Ihr Haus? … Aber ernstlich, liebes Herz, geben Sie den einliegenden Brief Ihrem Herren Gemahle, er betrifft unseren guten Schücking. Mit Hassenpflug das ist leider nichts. Er hat mein Schreiben erst ganz vor kurzem vorgefunden, als er, nach einer längeren Abwesenheit, zurückkehrte, und war schon vorher längst mit einem Sekretär versehen. Artigkeiten hat er genug geschrieben, sein Brief schwimmt in Freundschaft und Erinnerungen, doch was nutzt mir das? Ich weiß nun zwar, dass er sich Schückings gelegentlich erinnern wird, aber wann?… Weiterlesen »

An: Regierungsrat Rüdiger, aus: Abbenburg
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1839 1.September

Ew. Hochwohlgeboren Werden über meine Kühnheit erstaunen, dass ich es so gradezu wage, Ihnen zu schreiben. Die Sache betrifft jedoch unsern guten Schücking, für den Sie sich ja ebensosehr interessieren als ich selbst. Mein Ihnen bekanntes Vorhaben mit Hassenpflug ist nämlich mißlungen, durch den Umstand, dass dieser längere Zeit von Luxemburg abwesend war, um seine sowohl öffentlichen als Privatangelegenheiten in Sigmaringen zu ordnen und beendigen, so dass er meinen Brief erst jetzt, bei seiner Rückkehr, vorgefunden, nachdem die nachgesuchte Stelle längst besetzt war. Ob Hassenpflug nun späterhin etwas für Schücking tun wird, bleibt dahingestellt. Ich habe allerdings einigen Grund, es zu hoffen, doch könne dieses vielleicht… Weiterlesen »

An: Wilhelm Junkmann, aus: Abbenburg
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1839 26.August

Wegen Schückings Angelegenheit bin ich noch ohne Antwort von Hassenpflug, was mich weniger wundert, seit ich weiß, dass er selbst den Seinigen zu schreiben noch nicht die Zeit hat erübrigen können, doch lange kann es nicht mehr währen, bis ich Bescheid weiß, guten oder schlimmen, jedenfalls lasse ich Schück jetzt nicht mehr im Stiche, nachdem ich mich nun einmal der Sache angenommen. Ich darf bei den bestehenden sehr engen Freundschaftsbeziehungen zwischen Hassenpflug und unserer Familie wohl erwarten, dass Hass jedenfalls den Schück nicht ganz vergessen, sondern sich bei Gelegenheit seiner erinnern wird, wenn auch die gesuchte Stelle schon besetzt sein sollte; nur kömmt’s darauf an, ob er zu öffentlichen Ämtern Ausländern… Weiterlesen »

An: Amalie Hassenpflug, aus: Rüschhaus
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1839 1.Juli

Ich schreibe Dir in einer höchst gedrückten Stimmung, Male, denn ich soll etwas tun und will es nun endlich auch, was mir in sich selbst überaus zuwider ist. Ich soll jemanden empfehlen, und zwar bei Deinem Bruder, nicht zu einem Amte, dazu hätten mich keine zehn Pferde gezogen, sondern zu einer Stelle als Privatsekretär, wenn (was der Himmel gebe!) noch eine solche vakant ist. Ich bin gewiss, dass Dein Bruder jetzt von allen Seiten angegangen wird, ich bin auch gewiss, dass ihm dieses ein Gefühl von Ungeduld, ja selbst Mißachtung geben muss, und Du fühlst, wie schwer es mir wird, mich einem Manne gegenüber, den ich achte, selber so zu stellen. Doch – ich kann nicht anders. Abschlagen wäre hier meinerseits der grausamste… Weiterlesen »