Schlagwort: Levin Schücking

Ich hoffe, Sie sind vorsichtig mit meinen Briefen

Von Annette von Droste-Hülshoff
3. September 1839

… sie hat mich lange warten lassen, und die Freude war groß bei der Ankunft – sie ist doch gar lieb und schön! Mir war ordentlich wunderlich zu Mute, als sie die Treppe hinauf kam, und ich das stolze noble Gesichtchen immer deutlicher erkannte, was in diesem Augenblicke, durch eine Bewegung der Liebe und Freude schöner war als je. Wir gingen auf meine Stube, und traten zusammen vor den Spiegel, weil sie ihr Haar ordnen wollte, ich fuhr beschämt zurück, so miserabel nahm ich mich neben… Weiterlesen »

Vitamin B verliert seine Wirkung …

Von Annette von Droste-Hülshoff
1. September 1839

Was sagen Sie dazu, dass ich Ihrem Manne schreibe? So geht’s, Elise, wenn man zu arglos ist! Sie tun Ihre frommen Augen lange nicht weit genug auf. Warum lassen Sie so gefährliche junge Personen in Ihr Haus? … Aber ernstlich, liebes Herz, geben Sie den einliegenden Brief Ihrem Herren Gemahle, er betrifft unseren guten Schücking. Mit Hassenpflug das ist leider nichts. Er hat mein Schreiben erst ganz vor kurzem vorgefunden, als er, nach einer längeren Abwesenheit, zurückkehrte, und war… Weiterlesen »

Levin braucht ein Zeugnis

Von Annette von Droste-Hülshoff
1. September 1839

Ew. Hochwohlgeboren Werden über meine Kühnheit erstaunen, dass ich es so gradezu wage, Ihnen zu schreiben. Die Sache betrifft jedoch unsern guten Schücking, für den Sie sich ja ebensosehr interessieren als ich selbst. Mein Ihnen bekanntes Vorhaben mit Hassenpflug ist nämlich mißlungen, durch den Umstand, dass dieser längere Zeit von Luxemburg abwesend war, um seine sowohl öffentlichen als Privatangelegenheiten in Sigmaringen zu ordnen und beendigen, so dass er meinen Brief erst jetzt,… Weiterlesen »

Schücking geht zugrunde

Von Annette von Droste-Hülshoff
26. August 1839

Wegen Schückings Angelegenheit bin ich noch ohne Antwort von Hassenpflug, was mich weniger wundert, seit ich weiß, dass er selbst den Seinigen zu schreiben noch nicht die Zeit hat erübrigen können, doch lange kann es nicht mehr währen, bis ich Bescheid weiß, guten oder schlimmen, jedenfalls lasse ich Schück jetzt nicht mehr im Stiche, nachdem ich mich nun einmal der Sache angenommen. Ich darf bei den bestehenden sehr engen Freundschaftsbeziehungen zwischen Hassenpflug und unserer… Weiterlesen »