Schlagwort: Bönninghausen

Ich kann nicht reisen

Von Annette von Droste-Hülshoff
26. Juni 1846

… ich gehe nicht mit nach Meersburg, so äußerst fatal es mir auch ist, Mama allein mit Marie reisen zu lassen, aber ich kann nicht, und Mama will es deshalb auch nicht. Ich bin krank, obwohl wenig leidend, weniger als sonst, aber es sind Umstände da, die durchaus beseitigt werden müssen. Ich kann z. B. gar nicht gehn, nicht zweimal unsern kleinen Garten entlang, ohne dass mir das Blut dermaßen zu Kopfe steigt, dass ich zu ersticken meine, und Fahren geht auch nicht viel besser, eine… Weiterlesen »

Markus, zum Diktat

Von Annette von Droste-Hülshoff
10. Mai 1843

1. Daß Ihr mich nicht haben wollt, ist freilich schimpferlich, aber nicht zu ändern. Ich bleibe also bis Sonntag … 2. Werner ist mit Markus‘ Herüberkunft ganz zufrieden und ladet ihn hiermit herzlich ein. 3. Ich selbst aber bin etwas zweifelhaft, und kömmt es darauf an, ob Markus noch Ferien hat und sein Hiersein als einen Besuch rechnet oder ob ich ihn Tag für Tag bezahlen muss. Mein Kranksein hat mich nämlich gehindert, die Korrektur der Gedichte zu vollenden, und jetzt habe ich seit… Weiterlesen »

Ein Hausmittel gegen nervöse Leiden

Von Annette von Droste-Hülshoff
23. Januar 1843

Stoß dich nicht an dem etwas schäbigten Aussehn des Töpfchens, die Salbe war nun einmal darin, und ich fürchtete, sie möchte eher verderben, wenn ich sie in ein anderes Gefäß strich, weil sie dieses nie so luftdicht ausfüllt wie dasjenige, worin sie gleich noch flüssig gegossen ist. Die scheinbar schmutzige Farbe derselben kömmt von den durchgepreßten Kräutern, und den ranzigen Geruch hat sie immer, da die Hauptingredienz ungesalzene Butter ist – dieses schadet aber ihrer Güte… Weiterlesen »

Bönninghausen wird Apotheken und Ärzten gefährlich

Von Annette von Droste-Hülshoff
7. Juli 1830

Wenn Du mich für einen schändlichen Windbeutel und Faulenzer hältst, meine alte Sophie, so tust Du mir aber dieses Mal denn doch Unrecht, obgleich ich durch meine frühren Schreibsünden allen möglichen Argwohn verdient habe und also über nichts klagen darf. Aber dieses Mal müssen doch die Wäscherin und Bönninghausen die Schuld tragen — die Erstere hat den Schal erst gestern geschickt, und Doktor Büninghusen ist fortwährend verreist gewesen, und ich habe ihn erst vorgestern auf… Weiterlesen »