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Nach 100 Jahren

möchte ich gelesen werden …

„Man muß sie morden …“

Welches Plaisir! da Mama und die Geschwister wiederkamen, aber keineswegs eine gewiße Sophie, ich hätte in selbigem Falle auch gewiß das bißchen Fett, was ich mir seit kurzem zugelegt, binnen drei Tagen wieder verloren, und noch einiges Mehreres von meinem geringen Vermögen dazu. — Nette Stoffel ist noch denselben Abend in dem fürchterlichsten Wetter nach Stapel gerannt, um dort ihren brennenden Durst nach Mitteilung zu befriedigen, denn ich will dir wohl sagen, daß sie alles Unweibliche was sie auf der Reise gesehn, deinen Vater nicht ausgenommen, zu ihren Eroberungen rechnet — vor allen aber August Haxthausen, weil er sie bisweilen wie eine Kuh bey der Kette herum geschleppt hat, und deinen Bruder Clemens, weil er ihr einmahl, da es kaltWeiterlesen„Man muß sie morden …“

Ich habe nur die halbe Freude an meinen Siebensachen, wenn ich sie Dir nicht zeigen kann

Du siehst, lieber Onkel, daß ich, wenn nicht allemahl, doch zuweilen, meine Versprechen halte, obgleich ich mich, dieses Mahl, meiner ungewohnten Pünktlichkeit beynahe schämen sollte, da ich der guten Sophie und dem Onkel Werner, von denen ich so schöne lange Briefe bekommen, besser schriebe, statt Deiner, von dem ich noch die erste Zeile sehen soll. — Die ehrwürdige NUMISMATIK, unsre beyderseitige regierende Frau, hat indessen hier ihre Macht bewährt, und wird, ohne Zweifel, auch Dich hinter’s Dintenfaß bringen, wie sie mich gethan hat, – es ist, nämlich, ein bemittelter Mann hier in der Gegend gestorben, der, ohne sonst Münzsammler zu seyn, doch die, selten vorkommenden, Kronthaler der verschiedenen Kantone, wenn sie ihm im Handel vorgekommen, zurückgelegt hat, — die ErbenWeiterlesenIch habe nur die halbe Freude an meinen Siebensachen, wenn ich sie Dir nicht zeigen kann

Was würden wir da manchen Gulden totschlagen!

(…) Heute muß ich diesen Brief schließen, wenn er noch zur rechten Zeit kommen soll. Ich trenne mich ordentlich schwer von ihm, denn Sie sind mir fast wie gegenwärtig wenn ich so zu Ihnen rede. Ich las neulich von einer Erfindung, die man noch zu vervollkommnen und zum Besten der Politik auszubeuten hofft; nämlich durch eine wenig kostbare Vorrichtung von drahtdünnen Röhrchen unter der Erde den Schall auf große Wegstrecken so fortzupflanzen, daß man z.B. in Minden nur sprechen und ein anderer in Münster das Ohr anlegen darf. Ich denke mir, diese Einrichtungen würden dann Regale, und man förmlich auf Billets nach vorläufiger Bestellung zu Unterredungen zugelassen. Ach Gott, Lies, was würden wir da manchen halben Gulden totschlagen! … EsWeiterlesenWas würden wir da manchen Gulden totschlagen!

Warten auf das Honorar

(…) Erst gestern abend hier angekommen, und mit einem Kopfweh, von dem mir die Augen überlaufen, schreibe ich Ihnen doch schon heute, um die Realisierung des Wechsels nicht aufzuhalten, da die Bestätigung meines Meersburger Kaufs noch immer sich verzögert, und es deshalb möglich wäre, daß das Geld noch grade recht zum Zahlungstermine käme, was mir sehr angenehm wäre, weil sonst Laßberg für mich eintreten muß. Beeilen Sie deshalb, ich bitte, die Auszahlung und Absendung möglichst; Jenny wünscht dieses auch. Leider sehe ich eben, daß ich bey Endossierung[1]indossieren: gegenzeichnen des Wechsels statt „Rüschhaus bey Münster“ bloß „Rüschhaus“ geschrieben habe; ich hoffe, das bringt doch keine Schwierigkeiten? Jedenfalls ist’s nicht mehr zu ändern. (…) PS. Wenn meine Gedichte sollen rezensiert werden, soWeiterlesenWarten auf das Honorar

Es geht hier ums ganze Leben!

(…) Schreiben Sie mir gleich, wie Ihnen die Gall gefallen hat; bin ich schon in Abbenburg, so wird mir der Brief doch unmittelbar nachgeschickt. Wir (Elise und ich) sind natürlich äußerst gespannt darauf, und unsre Wünsche und Gebethe werden Sie an jenem Tage begleiten. Gott gebe, daß die Gall ist, wie wir sie uns ausmalen, namentlich Elise: feurig ohne Exaltation, neben ihrem Geiste voll bon sens, und, obwohl glänzend in Gesellschaft, doch ruhig und wohltuend im häuslichen Leben. Lieb Kind, Dein Mütterchen hat carte blanche, zu sagen, was es will, nicht wahr? So bitte ich Dich, wie ich bitten kann, suche die Gall genau zu ergründen, ehe Dein Wort und Urteil unwiederbringlich gefangen sind; es geht hier ums ganze Leben.WeiterlesenEs geht hier ums ganze Leben!

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