Schlagwort: Tratsch



An: Sophie von Haxthausen, aus: Rüschhaus
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1837 5.September

Aber nun sag mir, lieb Herz, wie lange denkst du denn in Bonn zu bleiben? Und überhaupt, wohin deinen Stab jetzt zu setzen? Nach Kassel kannst du jetzt schwerlich; die Brede ist zu nah bei Hinnenburg. Am Ende bleibst du den Winter in Bonn? Das wäre sehr vernünftig. Bonn ist höchst angenehm. Ich wette aber, du wirst dann noch gut mit Adele. Oder doch nicht, sie zieht ja ganz fort! Daran dachte ich nicht. Hör, Sophie, du hast ein Gedächtnis wie ein Sieb, sonst hättest du dich erinnert, was ich dir über Adele gesagt: dass jedermann die Mutter lieber hat, Adele vielmehr ganz widerlich gefunden wird, auch widerlich ist, und ich sie sehr lange nicht habe ausstehen können, dass aber, wenn man sie lange und genau beide kennt, der… Weiterlesen »

An: Jenny von Laßberg, aus: Köln
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1826 21.Februar

Schlegel hat einen schönen Ring vom König bekommen, und ist schrecklich eitel damit, ist überhaupt lächerlich eitel, trotz seines vielen Verstandes, und gibt dadurch seinem Feinde, Clemens Droste, viel gute Gelegenheit an die Hand, ihn zu ärgern. Neulich ist ein Fleischer mit einer schweren Last Fleisch auf dem Rücken gerade vor Schlegel gefallen, so dass man geglaubt hat, es wäre kein Stück von ihm ganz geblieben, er hat indessen, wunderbarer Weise, nichts dabei gelitten, außer dem Verlust seines besten Röckchens, was überher eine andere Farbe bekommen hat … Köln, 21. Februar… Weiterlesen »