Schlagwort: Wilkinghege

Auszug aus Hülshoff

Von Annette von Droste-Hülshoff
18. September 1826

Die Spiegel und Mamas schönes Bild erhältst Du durch Überbringer dieses, und heute nachmittag kömmt noch zweimal Gelegenheit, erstlich Klemens, der einen Hasen und ein Huhn bringt und der zugleich Deine kleine Uhr trägt, und endlich ein Wagen, der alles übrige bringt, was noch hier ist. Nur mit einigen Punkten steht es schlimm. Erstlich die Stangen vom Wilkingheger Bett. Davon wußte wenigstens gestern noch niemand recht Bescheid, was aus ihnen geworden. Wenn sie also um das Fremdenbett… Weiterlesen »

Heiterer Himmel

Von Annette von Droste-Hülshoff
25. April 1826

Ich bin vorgestern Abend glücklich, aber ermüdet hier angekommen, und habe meine lieben Eltern und Geschwister gottlob alle noch viel wohler aussehend gefunden, als ich sie verließ … die Mutter … ist ebenso rasch und rührig, ebenso gute Fußgängerin wie sonst. Auch der Papa sieht sehr gut aus, und die Jenny und der Ferdinand gar, sind beide auffallend stärker geworden. Ich habe überhaupt alle so zufrieden und glücklich wie möglich gefunden; Werner ganz und gar liebenswürdig, aus… Weiterlesen »

Gewissensbisse

Von Annette von Droste-Hülshoff
25. April 1826

Ich habe mich unbeschreiblich schwer von Köln getrennt; solange der liebe Onkel noch bei mir war, kam es mir vor, als ob ich noch nicht recht fort wäre. Aber am andren Tage, als ich so mit einem münsterischen Fuhrmann immer weiter fortfuhr, da war mir so zumute, dass ich mir immer vorsagen musste: „Du kömmst ja zu deinen Eltern“, um nicht den ganzen Tag zu weinen. Am andern Tage ging es schon durch bekannte Örter, und des Nachmittags um fünf Uhr sah ich meine liebe Mutter wieder, in einem… Weiterlesen »