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August weiß sich nicht zu benehmen

(…) meines Onkels Werner kleines Töchterchen soll ein wahrer kleiner Engel sein, ich kenne es noch nicht, da ich seit sechs Jahren nicht in Bökendorf gewesen bin, um das Zusammensein mit meinem Onkel August Haxthausen zu vermeiden, dem ich, aus hinlänglichen Gründen, nicht eben gar zu hold bin, und dem es zu sehr an Takt gebricht, um, bey einem gespannten Verhältnisse, sich einigermaßen anständig zu benehmen. Ich habe Proben davon! Indessen kann mir all mein Hüten zu nichts… Weiterlesen »

Unser Hülshoff liegt öde

(…) mein Bruder Werner wohnt jetzt auch in der Stadt, die öftere Kränklichkeit seiner Frau und Kinder haben den Vorwand dazu hergeben müssen — ich glaube, hätte er gradezu gesagt, er langweile sich auf dem Lande, so wäre er der Wahrheit am nächsten geblieben. Meine Schwägerin zeigt sich noch fortwährend als ein gutes harmloses Geschöpf, und die Kinder sind gesund und gutmüthig, obgleich übrigens weder sehr hübsch noch sehr lebhaft — das erstere hätte man wohl hinsichtlich… Weiterlesen »

Recherche zum „Hospiz“: Ist das Schneehuhn dort heimisch?

(…) Ich habe dir unser Rüschhaus schon öfters beschrieben. Du weißt, daß der Raum beschränkt, unsre ganze Lebensweise höchst einfach ist. Kennte ich mein Minchen nicht so genau, ich dürfte gar nicht sie einzuladen wagen. Aber nun weiß ich, daß ich es darf, und meine noch wohl gar, Du würdest Geschmack an unsrer Art zu sein finden. Meine Mutter und Schwester sind den ganzen Sommer hindurch abwesend gewesen, zu Bökendorf nämlich, und ich erwarte sie morgen zurück. Ich dachte in… Weiterlesen »

Ärger mit den Handwerkern

Es bedürfte eigentlich wohl vieler Entschuldigungen, daß ich Dir beste Mama, noch nicht früher geschrieben, und doch kann ich Dich versichern, daß es mir, in allem Ernst, scheint als ob ich keine Zeit gehabt, – du weißt, es gehört Deren bey mir nicht wenig zu einem Briefe – die beiden Lotten sind wohl, – sonderlich die Nichte, die so ungeheuer stark wird, daß sie wohl kaum je stärker gewesen ist – alle ihre Kleider sind ihr zu eng geworden – sie trägt daher fast immer einen Ueberrock,… Weiterlesen »

Es ist mir doch so wunderlich, daß ihr fort seid

(…) daß Schonebeck schon seit vierzehn Tagen, und drüber, tot ist, hätte ich fast Dir zu schreiben vergessen, da ich meinte, Du müsstest es schon wissen, — die Meinungen sind geteilt darüber, ob sein Tod nachteilig oder umgekehrt auf die Lage seiner Familie wirken werde — daß er am Meisten verzehrte, ist bekannt, indessen soll das Wenige von Bedung, was noch in seinen Geschäften sich erhalten, auch allein von ihm ausgegangen sein! — Gott lenke Alles zum Besten! — Ich habe,… Weiterlesen »

Clemens ist aus dem Dienste gejagt

(…) Werner habe ich erst vorgestern, wo ich nach Hülshoff gegangen bin, recht sprechen können, – mit der reichen Braut bey Westphalens das ist Nichts, — man weiß eigentlich gar nicht ob sie reich ist, und in jedem Falle, soll sie es bey Weitem nicht genug sein, um mit ihrem Gelde ihr unvortheilaftes Äußere vergessen zu machen — doch ist sie, wie Linchen sagt, recht gebildet, und, nach österreichischer Weise, lustig, und freundlich — Werner, hingegen, kann gar nicht von ihrer… Weiterlesen »