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Nach 100 Jahren

möchte ich gelesen werden …

Wie das Drucken metamorphosiert!

(…) Im Museum war ich seit einigen Tagen nicht, bis dahin war meine „Judenbuche“ beendigt, von der ich nur das im vorigen Briefe Gesagte wiederholen kann, nämlich: daß ich den Effekt fand wo ich ihn nicht suchte, und umgekehrt, das Ganze aber sich gut macht. Es ist mir eine Lehre für die Zukunft und mir viel wert, die Wirkung des Drucks kennengelernt zu haben. Gestrichen hat man mir nur einmahl ein paar Zeilen, nämlich das zweite Verhör ein wenig abgekürzt; wenn du es nicht etwa schon getan hattest, worüber ich ungewiß bin. Zuerst war ich zürnig, grimmig wie eine wilde Katze, und brauste im Sturmschritt nach Deisendorf; auf dem Rückwege war ich aber schon abgekühlt und gab dem Operateur –WeiterlesenWie das Drucken metamorphosiert!

… ob Du etwas gegen die Herausgabe hast?

(…) Ich habe jetzt ein neues Gedicht geschrieben, von der Größe wie das „Hospiz auf dem St. Bernhard“. Es heißt „die Schlacht im Loener Bruch“ und besingt die Schlacht bey Stadtlon, wo Christian von Braunschweig die Jacke voll kriegt. Man findet es besser als meine übrigen Schreibereien, und ich habe einen sehr artigen Brief von Hüffer bekommen, der um den Verlag bittet, ich habe ihm denselben auch zugesagt, falls ich es herausgebe. Ich schrieb dies an Adele Schopenhauer und bekam gleich die Antwort, ich möge das ja nicht tun und keinen obs[k]uren Verleger nehmen, das falle auf das ganze Werk zurück; sie habe einen Verleger für mich in Jena, es war aber zu spät. Wenn es herauskömmt, muß es beyWeiterlesen… ob Du etwas gegen die Herausgabe hast?

Was sagen Sie zu dieser Charlatanerie?

(…) Wissen Sie schon, daß der bewusste Saumaige ganz anders heißt und ein ziemlich genauer Bekannter der Rüdiger ist? Ein uninteressanter, höchst roher Mensch, der zwei Frauen geprügelt, aber nicht die geringste Lust zur dritten hat. Die Rüdiger hatte diesen Argwohn schon ein paarmahl gegen die Bornstedt ausgesprochen, die dann aber immer schnell geantwortet: Nein, nein, der Meinige heißt Saumaige! Jetzt, bey der Auktion, hat seine Karte auf dem Boden gelegen, und, um jeden Zweifel zu heben, auf der Rückseite mit Bleistift jene fatale Aufkündigung: „Il m’est de toute impossibilité“ et cet – was sagen Sie zu dieser Charlatanerie? (…)

Verschweigen Sie mir nichts von dem was Ihnen daran mißfällt

Wenn Sie sähen, wie ich mich in diesem Augenblicke schäme, und noch mehr betrübe, so würden Sie, mein lieber gütiger Sprickmann, gewiß allen Unwillen aus ihrem engelgutem treuem Herzen verbannen, so reichlich ich ihn auch verdient hätte, ich sitze schon länger als eine Stunde am Schreibtische, aber immer muß ich wieder ihren letzten theuren Brief zur Hand nehmen, und kann mich gar nicht satt daran lesen, und je länger ich lese, und je klarer mir ihre Freundschaft und Nachsicht und ihr frommes liebreiches Gemüthh wird, je unbegreiflicher wird es mir, daß ich diesen so ersehnten und erflehten Brief noch nicht beantwortet habe, denn er ist schon vom 2ten April 1817 am Tage ihrer Abreise nach Berlin, ich kann Sie aberWeiterlesenVerschweigen Sie mir nichts von dem was Ihnen daran mißfällt

Ich verstehe nichts von Interpunction

(…) Ich lege erst in diesem Moment das beykommende Paket aus der Hand, und die Finger zittern mir noch vom angestrengten Schreiben. Zudem erwarten wir jeden Augenblick unseren weiblichen Spitzbuben, die Madame Bücker, welche dieses zur Post bringen soll. O Himmel, ich habe keinen Gedanken mehr im Kopfe, so habe ich mich zuschanden geschrieben. Laßberg wird sagen, die Hälfte oder das Drittel sei genug gewesen, aber ich wollte meinem unbekannten Gönner in spe, dem Herrn Doktor Schwab, eine Auswahl lassen. Bitte Deinen guten Laßberg doch, daß er sich der Sache annimmt, ich bin noch nicht im reinen mit mir, wegen der alten und neuen Orthographie, und habe sie hier schändlich durcheinandergeworfen, in vielen Worten das h bald ausgelassen, bald gebraucht,WeiterlesenIch verstehe nichts von Interpunction

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