Schlagwort: Gutzkow

Schlechte Schwimmer

Von Annette von Droste-Hülshoff
4. Januar 1844

Zu Gutzkows Verteidigung spricht keine besondere Stimme in mir; seinen „Werner“ kenne ich nicht, sondern habe nur ein paar hübsche, aber etwas blasierte Sachen von ihm gelesen, dann mich geärgert, dass er auf so scheinbar offne und doch heimlich schlaue Weise Sch den halb bankerotten „Telegraphen“ aufhocken und so seine eigne Pfote aus der Schlinge ziehn wollte, und dann mich vor seinem höchst fatalem Porträt im „Modejournal“ gegraut. Das alles kann gewiss noch kein Urteil veranlassen, aber… Weiterlesen »

In guter Gesellschaft

Von Annette von Droste-Hülshoff
24. April 1843

Marggraf hat eine Sammlung politischer Lieder herausgegeben und meine „Warnung an die Weltverbesserer“ darin aufgenommen; so muss ich armes loyales Aristokratenblut da zwischen Herwegh, Hoffmann von Fallersleben et cet. paradieren. Freiligrath und Geibel sind aber auch darin, so gibt’s doch noch gute Gesellschaft. Der Redakteur des Feuilletons der Kölner Zeitung, Püttmann, trägt Elisen bei Gelegenheit der Übersendung einiges Honorars die Bitte vor, dass, da sie mich vielleicht persönlich… Weiterlesen »

Ich komme wirklich auf

Von Annette von Droste-Hülshoff
7. September 1842

Ich habe wieder einige sehr gute Rezensionen bekommen über die einzelnen Sachen, die eine in der „Revue“, wo meine „Judenbuche“ sehr herausgestrichen und dem besten, was je in der Art geschrieben, an die Seite gesetzt wird, eine zweite in der Rezension des „Musenalmanachs“, wo Gutzkow meinen „Geierpfiff“ sehr heraushebt und mich ein ganz außerordentliches episches Talent nennt, und noch eine dritte. Qu’en dites vous? Ich komme wirklich auf, woran ich eigentlich schon ganz verzweifelt hatte…. Weiterlesen »

Nun tun alle die Mäuler auf

Von Annette von Droste-Hülshoff
29. Januar 1839

In Münster hat sich bei der Rätin Rüdiger (einer sehr netten und anspruchslosen Frau und Tochter der bekannten Elise von Hohenhausen) ein kleiner Klub von angehenden Schriftstellern gebildet, die jeden Sonntag abends dort zusammenkommen, um zu deliberieren und einander zu kritisieren. Er besteht aus einer Tante der Rüdiger, Henriette von Hohenhausen (die ein Bändchen sehr hübscher Erzählungen geschrieben hat), der Bornstedt, Levin Schücking, Junkmann und meiner Wenigkeit, wenn ich mal… Weiterlesen »