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Nach 100 Jahren

möchte ich gelesen werden …

Keine Kunde aus Wien

(… ) von Werner (dem Onkel nämlich) habt? Hier hören und sehen wir nichts von ihm, der junge Brenken, heißt es, würde bald zurückkommen, ich glaube sogar, er hat geschrieben, aber Onkel Werner meldet nichts davon, ob er gleich, wie mir erst in diesem Augenblick einfällt, nach Bökendorf geschrieben hat, wir haben schon gedacht, er würde den jungen B[renken] allein zurückkehren lassen, und, Gott weiß wie lange noch in Wien bleiben, das wäre doch ein rechter Strich durch unsre Rechnung, wir hatten uns so auf seine Ankunft gefreut, denn man muß froh sein, wenn man ihn hat, weil man nie weiß, ob man ihn so bald wieder zu sehen bekömmt, oder ob er sich nicht gar in ein Schiff setztWeiterlesenKeine Kunde aus Wien

Freut’s meinen Jungen nicht?

(…) Sie sehn wohl schon aus meinen Federzügen, lieb Kind, daß ich wenigstens teilweise hergestellt bin; der Aufenthalt in Münster hat mir sehr wohl getan, was ein halbes Wunder ist, unter den täglichen Erschütterungen, die ich am Sterbelager und Sarge des guten Täntchens mit Elisen teilte. Ich tat mir über Macht Gewalt an und dachte, der hinkende Bote würde nachkommen; statt dessen hat diese Widersetzlichkeit gegen mein Nervenübel es gleichsam in Konfusion gebracht, die so übel behandelten Anfälle sind es müde geworden, wieder zu kommen, und jetzt bin ich wohl noch schwach, schändlich reizbar, aber doch nicht eigentlich krank mehr. Freut’s meinen Jungen nicht? Es ist mir ordentlich ein Fest, es ihm zu schreiben, da ich weiß, wie mir zumuteWeiterlesenFreut’s meinen Jungen nicht?

Hätte ich nicht besser gesungen wie die Fennewitz, so wäre es mir übel gegangen

(…) Ich habe Mittwoch in Höxter im Konzert gesungen mit der Fennewitz. Du kannst nicht glauben, wie mir die Sache erschwert wurde. Zuerst bekomme ich den Brief mit der Bitte und den Noten zugleich am Sonntag davor. Die Zeit von drey Tagen war kurz genug zum Einstudiren, doch nahm ich es an. Den folgenden Abend spät (Montag) kömmt ein zweyter Bote, man hätte sich versehen, Madame Fennewitz hätte die andere Stimme einstudirt. Ich müßte also wechseln, obschon ich zum Einstudiren dieser anderen Stimme jetzt nur einen Tag mehr hatte; ich nahm es jedoch an und wurde auch ziemlich fertig. Mittwoch gegen Mittag kommen wir zu Höxter an. Madame Fennewitz ist schon da, und wir wollen anfangen zu probiren; da kömmtWeiterlesenHätte ich nicht besser gesungen wie die Fennewitz, so wäre es mir übel gegangen

Der letzte Brief

Ihr Brief, teurer Freund, kömmt in einem der Beantwortung allerungünstigstem Momente, wo ich mich zum Empfange der heiligsten Sakramente vorbereite, und jeden Augenblick den H. Dekan erwarte. Auch Laßberg will heute seinen österlichen Pflichten nachkommen; Hildel liegt noch zu Bette und war vorgestern so unwohl, daß Jenny die Nacht über bey ihr wachte. Jetzt ist sie wohler, jedoch noch bettlägerig, und kann nicht wohl schreiben. Zu großer Ermattung vom übermäßig schnellem Wachsen hat sich ein starker Katharr gesellt, doch ist’s nicht bedeutend jetzt mehr. Das übrige in Ihrem Briefe enthaltene hoffe ich recht bald mündlich mit Ihnen besprechen zu können, da doch jetzt wohl nächstens völlige Ruhe und Sicherheit zurückkehren müssen, nach den letzten Ereignissen und dem entschlossenen Einschreiten derWeiterlesenDer letzte Brief

Für Ihren Charakter fürchte ich nichts

(…) Sie haben doch wohl bey Beendigung des Halbjahrs nicht versäumt, sich bündig fest zu stellen? Ich bitte, antworten Sie mir hierauf, denn ich bin in großer Unruhe deshalb; ohne dieses könnten Sie um alles kommen, und selbst ein schriftlicher Kontrakt kann unter Umständen trügen, wie ich Ihnen früher ein Beispiel vom alten Steinmann angeführt. Sind Sie aber noch nicht gebunden und fürchten Veränderungen, die Ihre ohnedies delikate Lage bis zum Bedenklichen, ich wage es zu sagen: bis zum fast Unehrenhaften steigern könnten, so bitte ich Sie, um alle der treuen Sorge und Liebe willen, die ich Ihnen immer bewiesen, sprechen Sie es ehrlich gegen mich aus, und ich will dann mein möglichstes tun, Ihnen durch August, der ja jetztWeiterlesenFür Ihren Charakter fürchte ich nichts

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