Zu etwas anderem, hiervor graut mir. Was ich dem “Janus” schicke? Wahrscheinlich nichts. Huber hat seit meiner Antwort durch Male H[assenpflug] nichts von sich hören lassen, außer einer kurzen, aber glänzenden Rezension meiner Gedichte im “Janus”, die mein Onkel August, da sie spät nach Herausgabe derselben, gleichsam hors de saison kömmt, zwar als einen Beweis nimmt, dass auf meine Mitarbeiterschaft rechne; sowie auch der Professor Stahl in Berlin sich höchlich verwundert zeigte (in einem Briefe an Male), dass ich noch keine Antwort erhalten, da Huber auf der Stelle habe schreiben wollen. Indessen heutzutage gehn selten Briefe verloren. Ich denke, meine Bedingungen sind ihm zu hart gewesen. Nicht Geldbedingungen, darin habe ich seine Vorschläge erwartet; aber hinsichtlich der geforderten Tendenz des ganzen Blattes. Sollte sich H[uber] jedoch nochmals regen, so teile ich es Ihnen mit.
Indessen hat mich Ihr Brief sehr nachdenklich gemacht. Meine gegenwärtige Stellung ist sehr gut, und ich möchte ungern selbst den Leuten den Stein in die Hand geben, um mich zu werfen. So wünsche ich jetzt eigentlich, H[uber] möge nicht schreiben oder Bedingungen machen, die ich mit Ehren ausschlagen kann.
Abbenburg, 30. Juli 1845
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Ich lebe noch, und habe Sie sehr lieb Sie sehn, Lies, wie schlecht es mit meinem Schreiben geht, 2-3 Zeilen im Tage, aber heute muss etwas gewagt und geleistet werden, denn unser Heinrich, von München abgehend und über Meersburg reisend, um Mama auf ihrer Heimreise zu begleiten, ist schon vor drei Tagen angekommen, und wieder nach drei Tagen (am 10.) [...]...
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