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Nach 100 Jahren

möchte ich gelesen werden …

Es wird bald Zeit sein, unsre Koffer wegzuschicken

(…) Die Tante von Bonn und Marie sind noch hier, wollen aber in acht Tagen abreisen, — Tony hat ihnen einen gewaltigen Strich durch die Rechnung gemacht, — sie wollte mitreisen, und Mama, da sie klagte wie ein Bettler an der Straße, die Reise für sie bezahlen, — Tony ging indessen vorläufig auf einige Tage nach Loburg zu Beverförden, wo auch Tante Engel und, wahrscheinlich, mehrere der jungen Herrn waren, — aus den Tagen wurden Wochen, wir hörten und sahen nichts von ihr, — indessen setzte die Tante ihre Abreise auf den 6ten fest, — sie wollte über Wesel und dann .mit dem Dampfboot gehen, — ich mußte wegen Tony’s Weiterreise nach Aachen an die Mertens schreiben, die sich aufsWeiterlesenEs wird bald Zeit sein, unsre Koffer wegzuschicken

Deine Unfähigkeit, persönliche Mühe für Freunde zu übernehmen

Ich bin krank, Billchen, deshalb soll ich gar nicht schreiben, nicht lesen; nun, das Verbot ist überflüssig, die Buchstaben schwimmen und rennen durcheinander wie Wassertierchen. Ich will versuchen, wie weit ich komme. (…) Von früherhin ließe sich allerdings manches sagen, und müßte sogar gesagt werden, aber für dieses Mal wird’s nicht gehen, mein Kopf läuft mit mir um. Nur so viel, ich war Dir böse und bin es nicht mehr, denn ich habe mich entschlossen, jenes, was mich kränkte, und zu verschiedenen Zeiten oft und sehr gekränkt hat, in Zukunft als etwas Unabänderliches zu tragen. Ich meine Deine Unfähigkeit, persönliche Mühe für Freunde zu übernehmen, selbst wenn der Erfolg für jene von Wichtigkeit und die Mühe gering wäre. Du kannstWeiterlesenDeine Unfähigkeit, persönliche Mühe für Freunde zu übernehmen

Unter die Nase gerieben

Wir werden jetzt, da wir allein reisen, vor der Mitte nächsten Monats nicht fortgehn. Gott gebe, daß wir jetzt nur nicht durchs Paderbörnische müssen, zu einer Rundtour bey allen Verwandten! Das würde bis zum Herbst hinhalten und ist ein fatales Hängen zwischen Himmel und Erde – überall in den allerengsten Beschlag genommen und doch nirgends heimisch und bequem, ein Reisesack die stehende Equipage und keine Minute für sich zum Arbeiten oder Ruhen … Lieber Levin, ich besuche jetzt unsre alten Plätze am See sehr selten oder vielmehr gar nicht. Die alten Erinnerungen sind notwendig durch neue verdrängt, und da prädominieren die Figelei und der öde Stein; solche Plätze sind eben nur, was man selbst hineinlegt. Ich wollte, ich wäre inWeiterlesenUnter die Nase gerieben

Der Brief aus Eppishausen

Eppishausen den 22ten OCTOBRE Hätte ich Ihnen früher schreiben können, theuerster meiner Freunde, ich hätte es gethan, — aber grade Ihnen kann ich nicht zu jeder Stunde schreiben, und Sie dürfen Sich Immerhin für Etwas halten, wenn ich sage, für Sie ist mir noch keine Stunde passend gewesen, — ich habe mich indessen mit allerley umher geschlagen, viel Ausflüge in die Gegend, viel Besuche aus dem Hause, und viele ins’s Haus, — abwechselnd den anmuthigen Gast und die erfreute dienstfertige Wirthin gemacht, aus dem Geräusch in Abspannung, aus der Abspannung wieder in die Zerstreuung, — glauben Sie mir, es gehört was dazu, bis man Jedem sein Recht widerfahren lassen, und alles PLAISIR ausgestanden hat, wozu man PRAEDESTINIRT worden, – aberWeiterlesenDer Brief aus Eppishausen

„Man muß sie morden …“

Welches Plaisir! da Mama und die Geschwister wiederkamen, aber keineswegs eine gewiße Sophie, ich hätte in selbigem Falle auch gewiß das bißchen Fett, was ich mir seit kurzem zugelegt, binnen drei Tagen wieder verloren, und noch einiges Mehreres von meinem geringen Vermögen dazu. — Nette Stoffel ist noch denselben Abend in dem fürchterlichsten Wetter nach Stapel gerannt, um dort ihren brennenden Durst nach Mitteilung zu befriedigen, denn ich will dir wohl sagen, daß sie alles Unweibliche was sie auf der Reise gesehn, deinen Vater nicht ausgenommen, zu ihren Eroberungen rechnet — vor allen aber August Haxthausen, weil er sie bisweilen wie eine Kuh bey der Kette herum geschleppt hat, und deinen Bruder Clemens, weil er ihr einmahl, da es kaltWeiterlesen„Man muß sie morden …“

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