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Nach 100 Jahren

möchte ich gelesen werden …

Meine Gedanken sind immer bey Euch

Nur zwey Worte, guter Hans, damit du siehst daß ich auch noch lebe, — es geht mir wieder ziemlich gut, bis auf die verflixte Seite, wo es noch nicht heraus will, doch glaubt Knabenhan’s, daß es Rheumathismus sey, der sich, jetzt wo die Seite angegriffen sey, aus dem Gesicht dorthin gezogen habe, und so wird es auch seyn, denn von Gesichtsschmerz weiß ich jetzt nichts – könnte ich euch andern armen Blüten nur helfen, aber das ist so betrübt, daß man das in Nichts kann, weil ihr in dem Wirthshause liegt, wo man statt Erleichterung nur mehr Last und mehr Kosten bringt, wenn man herüber kömmt – doch komme ich jedenfalls das nächste mahl mit Mama, weil es mir garWeiterlesenMeine Gedanken sind immer bey Euch

Nicht wahr, er ist ein guter Junge?

Zürnen Sie mir nicht, meine liebe junge Freundin, wenn ich Ihre mir so herzlich lieben Briefe diesmal nur sehr kurz beantworte. Diese Zeilen sollen keinen Brief weder bedeuten noch dafür gelten. Sie sind nur ein flüchtiges Zeichen, daß ich Sie liebe und Ihrer gedenke. Ein Gruß, ohne den ich das Paket, mit dem es, wie Levin behauptet, große Eile hat, dennoch nicht mag abgehen lassen, und vor allem eine Warnung, die Pantoffeln doch ja nicht zu schonen. Ich bin eine Person, die gern zu guten Zwecken beyträgt, und werde mit Vergnügen fortwährend den nötigen Bedarf liefern. Deshalb brauchen Sie sie, liebe Luise, brauchen Sie sie mutig und wachsam! Es werden schon neue heranwachsen. Striegeln und streicheln Sie das kleine PferdWeiterlesenNicht wahr, er ist ein guter Junge?

Ich komme wirklich auf

(…) Ich habe wieder einige sehr gute Rezensionen bekommen über die einzelnen Sachen, die eine in der „Revue“, wo meine „Judenbuche“ sehr herausgestrichen und dem besten, was je in der Art geschrieben, an die Seite gesetzt wird, eine zweite in der Rezension des „Musenalmanachs“, wo Gutzkow meinen „Geierpfiff“ sehr heraushebt und mich ein ganz außerordentliches episches Talent nennt, und noch eine dritte. Qu’en dites vous? Ich komme wirklich auf, woran ich eigentlich schon ganz verzweifelt hatte. Meine neuen Gedichte sind bald fertig. (…)

Ich kann mich noch nicht daran gewöhnen, daß meine Alte fort ist

(…) Hier ist alles wohl, nur ich habe viel Trübsal gehabt: schon vom Dampfboot einen Husten mitgebracht, meine liebe alte Amme sehr kümmerlich gefunden; nach einigen Wochen brach die Brustwassersucht völlig bey ihr aus, und seitdem habe ich ein Leben gehabt, wie ich es keinem Türken gönnen möchte, Tag und Nacht das Jammern gehört, und das Elend vor Augen. Mama wollte mich umquartieren, aber die Köchin, die neben der Alten schlief, hatte einen gar zu festen Schlaf und konnte es auch der Alten nicht recht machen; so setzte ich es durch, unten zu bleiben. Es ist überstanden, aber es war eine harte Zeit, vom Ende Oktobers bis zum 23sten Februar, wo wir meine gute Alte begraben haben. Mama brachte michWeiterlesenIch kann mich noch nicht daran gewöhnen, daß meine Alte fort ist

Eine grandiose Grundbesitzerin

(…) Jetzt muß ich Ihnen auch sagen, daß ich seit acht Tagen eine grandiose Grundbesitzerin bin. Ich habe das blanke Fürstenhäuschen, was neben dem Wege zum Frieden liegt – doch dort waren Sie nicht, aber man sieht es gleich am Tore, wenn man zum Figel geht – nun, das habe ich in einer Steigerung, nebst dem dazugehörendem Weinberge, erstanden. Und wofür? Für 400 Reichstaler. Dafür habe ich ein kleines, aber massiv aus gehauenen Steinen und geschmackvoll aufgeführtes Haus, was vier Zimmer, eine Küche, großen Keller und Bodenraum enthält, und 5000 Weinstöcke, die in guten Jahren schon über zwanzig Ohm Wein gebracht haben; es ist unerhört! Aber keiner wollte bieten, dieses unglückliche Jahr bringt nur Verkäufer hervor. Gottlob ist’s kein armerWeiterlesenEine grandiose Grundbesitzerin

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