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Schücking scheint Heimweh zu haben

(…) Von Schücking habe ich kürzlich Briefe, er wohnt jetzt in Cöln, redigiert das Feuilleton der Cölner Zeitung und das Rheinische Jahrbuch und bekömmt für ersteres vom DuMont Schauberg 1000 Reichstaler, für letzteres auch einige hundert Taler Gehalt. Seine Aufsätze werden ihm extra sehr gut bezahlt, so daß er sich (ausgenommen, daß der Name Cotta brillanter klingt als DuMont) eigentlich jetzt reichlich so gut steht als in Augsburg; doch ist seine Frau sehr ungern von dort, wo ein sehr angenehmer Kreis von Literaten bestand, der in Cöln gänzlich fehlt, fort gegangen.

Es scheint, Schücking habe das Heimweh bekommen, er selbst spricht sich nicht klar darüber aus, aber aus einem Briefe Luisens scheint es hervor zu gehn. Er ist den ganzen Sommer leidend gewesen und hat Seebäder in Ostende genommen, Jungmann und mehrere andre aus Münster haben ihn in Cöln gesehn, sehr mager und blaß, aber von der besten Laune und noch immer entzückt von seiner Luise und seinem kleinen Lothar gefunden; er soll sich kindisch freuen, Westfälinger zu sehn, und überhaubt in seinem Wesen ganz unverändert sen. (…)

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